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Im ersten Quartal 2004 verfügten 57 Prozent aller deutschen Erwachsenen über einen Zugang zum Internet. Damit stieg der Nutzeranteil im Vergleich zum ersten Quartal 2003 um vier Prozentpunkte. Dies berichtet die Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online GmbH) in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten.
Unterdurchschnittlich fielen die Zuwächse im Osten der Republik aus (plus zwei). Im Westen sind die Zuwachsraten dagegen mit fünf Prozentpunkten leicht überdurchschnittlich. Nach wie vor bestehen geschlechtsspezifische Unterschiede. Während mittlerweile knapp zwei Drittel der Männer über einen Internet-Zugang verfügen, ist es bei den Frauen gerade einmal die Hälfte. Auch die Tatsache, dass 16 Prozent der Frauen den vorhandenen Internet-Anschluss gar nicht selbst nutzen, bei den Männern sind dies nur 5 Prozent, macht deutlich, dass es sich immer noch um einen männlich dominierten Bereich handelt.
Neben den geschlechts- bestehen auch weiterhin altergruppenspezifische Unterschiede. Bei den Deutschen bis 39 Jahren verfügen mittlerweile mehr als drei Viertel über einen Zugang zum Internet. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es etwas weniger (73 Prozent) und bei den 50- bis 59-jährigen Deutschen 59 Prozent, die einen Internet-Anschluss besitzen. Bei den über 59-Jährigen ist es dann aber nur noch knapp ein Viertel. Auch wenn man das Internet nicht mehr als Medium der Jungen bezeichnen kann, kann es sich in den älteren Generationen, die ja zahlenmäßig sehr stark ins Gewicht fallen, nach wie vor nicht etablieren. Dies wird noch deutlicher bei einem Blick auf die Nutzungsintensitäten. Es sind in erster Linie die jüngeren Altersgruppen, die das Internet mehr als zehn Stunden in der Wochen nutzen (18- bis 24-Jährige: 27 Prozent; 25- bis 29-Jährige: 24 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 12 Prozent). Dagegen nutzen 23 Prozent der über 59-Jährigen den vorhandenen Internet-Anschluss gar nicht selbst.
Noch immer gilt das Internet zu Recht als Medium der höher Gebildeten. So verfügen mehr als drei Viertel der Deutschen mit Hochschulreife (78 Prozent) über einen Internet-Zugang, unter Hauptschülern ohne Lehre ist dies gerade einmal gut ein Fünftel (21 Prozent). Dabei kann gerade diese Gruppe die höchsten Zuwächse an Internetnutzern in den letzten vier Quartalen verzeichnen (plus neun). Die Hochschulabsolventen verbleiben dagegen auf hohem Niveau, sie konnten in diesem Zeitraum nur einen Prozentpunkt zulegen.
Nicht viel verändert hat sich bei den Nutzungsgewohnheiten. Online-Banking nutzten im I. Quartal 2004 die Hälfte der Deutschen. Nach wie vor sind das Vergleichen von Preisen (66 Prozent) und das Einkaufen im Netz (52 Prozent) die bevorzugten Aktivitäten. Dagegen nimmt nur jeder Zehnte die Möglichkeit des Online-Brokerage und die Angebote von Online-Versicherungen wahr.
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